Wolldeern

ein Blog von Karina

Ein Bilderrahmen aus Styropor.

Da mir meine Wände noch etwas zu kahl und zu weiß waren, habe ich mir etwas überlegt, um sie etwas aufzupeppen. Ich wollte einen großen goldenen verschnörkelten Bilderrahmen mit einer braunen Barock Tapete dahinter über mein Sofa hängen. Eine Tapete, die meinen Vorstellungen entsprach, war schnell gefunden. Jedoch war es nicht so einfach mit einem Bilderrahmen. Sie waren entweder viel zu teuer oder entsprachen nicht meinen Erwartungen. Auch auf Flohmärkten wurde ich nicht fündig. So musste eine neue Idee her!

Irgendwann ist mir Stuck in den Sinn gekommen. In Baumärkten habe ich schon oft Stuckleisten aus Styropor gesehen. Warum diese also nicht zweckentfremden und einen Bilderrahmen daraus bauen? :)

Gesagt (gedacht) - getan! Ich hab mir Stuckleisten im Internet bestellt! (Zum Einen, weil es da mehr Auswahl gab und ich schnell das Richtige gefunden habe und zum Anderen, weil ich nicht mit 2 Meter langen Stuckleisten durch Hamburg laufen wollte :P )

Da der Bilderrahmen ja gold werden sollte, habe ich mir - auf die Lieferung wartend - schonmal Goldspray und Styroporkleber gekauft. Dabei ist sehr wichtig, darauf zu achten, dass das Spray styroporgeeignet ist! Ist es das nicht, frisst es das Stryopor auf (mehr dazu weiter unten). Mein erstes Spray (aus einem Bastelladen) war styroporgeeignet, hat mir aber vom Farbton nicht sehr gut gefallen. Es war eher so ein grün-gold, ich wollte aber ein schönes gold-gold :P Mein zweites Goldspray habe ich in einem Baumarkt gekauft. Es nannte sich Blattgold-Spray und hatte auch genau den Farbton, den ich mir vorgestellt hatte. Leider gab es dieses nicht in einer für Styropor geeigneten Variante, so dass ich zusätzlich noch ein Styroporgrundierngsspray kaufen musste. Dieses Spray sprüht man vorher sorgfältig überall hin und lässt es dann einige Stunden trocken, bevor man das richtige Spray oder Lack verwendet.

Bevor ich den Rahmen aber gold angesprüht habe, musste ich die Leisten natürlich zuerst zurechtschneiden. Nachdem ich im Baumarkt nach einer Säge für Styropor gefragt habe und sie keine hatten, bin ich auf die Idee gekommen, dass sich ein Cuttermesser wahrscheinlich ebenfalls sehr gut eignet. Und siehe da: ich hatte Recht. Da es scharf genug ist und eine schöne dünne Klinge hat, ist es eine gut Alternative zu einer teuren Styroporsäge! Das Zurechtschneiden hat ein Weilchen gedauert, da die Ecken ja genau aufeinander passen sollen. Im Nachhinein habe ich aber gemerkt, dass es nicht 100%-ig passen muss, da der Kleber auch noch kleine Lücken ausfüllen kann. Nach dem Schneiden habe ich bereits die erste Schicht des Goldsprays aufgesprüht und erst danach den Rahmen zusammengeklebt. Der Kleber braucht übrigens 1-2 Tage zum Trocknen und die sollte man ihm auch lassen, denn danach ist es bombenfest. Lässt man es nicht lange genug trocknen, fällt es schnell wieder auseinander.

So sieht der Rahmen halb fertig aus: 

Beim Aufsprühen der goldenen Farbe habe ich gemerkt, dass ich nicht so super sorgfältig mit dem Styroporgrundierungsspray gearbeitet habe. Einige Stellen wurden trotzdem vom Lack aufgefressen, was dann so aussieht:

Es ist schade, aber da es nur an einigen Stellen ist, nicht allzu schlimm und fällt nicht so sehr auf. Wenn man es sich schön redet, wirkt er dadurch sogar noch alter und antiker :)

Fertig an der Wand sieht mein "Gemälde" dann so aus:

Meine Besucher sind immer ganz erstaunt über den großen Bilderrahmen und merken anfangs gar nicht, dass er aus Styopor ist. Ich finde ihn auch ganz klasse!

 

Gekostet hat der komplette Rahmen inkl. Tapete ca. 80 €, was sich aus ca.:

30 € für den Styroporstuck,

5 € für den Styroporkleber,

15 € für die Styroporgrundierung,

15 € für das Goldspray sowie

15 € für die eine Rolle Tapete

 

zusammensetzt.

 

Eure Karina